Diskussion über Soziale Stadt beginnt
AZ vom 4.5.2006
Link zum Originalartikel der AZ
Textauszug:

"Nicht in Stein gemeißelt"
     Die Ratsfraktion von ÖDP / Freie Wähler sieht den Verwaltungsvorschlag kritisch "und im Augenblick nicht in Stein gemeißelt". Sie will sogar geprüft sehen, ob Lerchenberg und Marienborn nicht in ein gemeinsames Programmgebiet aufgenommen werden könnten. Klar ist für die Fraktion, dass die 10.000 Euro jährlichfür marienborn und Gonsenheim zu wenig seien. Das entspreche nicht dem vom Rat beschlossenen Antrag, dass es bei der Auswahl "keine Verlierer" geben solle.

Anmerkung der ödp Lerchenberg:

Die von ihren Gründern als beispielhaft geplant gewesenen Nachkriegssiedlung Lerchenberg ist zu einem abschreckenden Beispiel heruntergekommen. Entstanden ist ein Stadtteil ohne Seele und ohne Gesicht, fernab der Stadt, von städtebaulicher und architektonischer Monotonie.

Verantwortlich für den Rufschaden einer ganzen Siedlung ist die Stadt, die mit mit einer verheerenden Belegungspolitik ein für Mainz einmaliges Ghetto an Problemfällen heraufbeschworen hat, zum Nachteil der Bereiche mit seriösen, wenn auch in die Jahre gekommenen Bewohnern.

Ob kosmetische Maßnahmen aus dem Programm Soziale Stadt etwas bewirken können, bleibt abzuwarten. Solange der Ballung von sozialen Problemfällen nicht entgegengewirkt wird, bleiben die Ursachen der Schieflage erhalten.

Hartmut Rencker