Die lokale Zeitung Oktober 2005
 zum Thema"Randale in der Passage"

Auf ein Wort Ortsvorsteher
Herr Busch, was ist zu tun, damit der Lerchenberg wieder aus den Polizei-Schlagzeiten kommt?

Unter den Schlagzeilen in der Tagespresse, wie „Die Sitzbank verfeuert", „Randale in der Passage", oder „Das ist eigentlich nicht mehr zu toppen" wurde über Vorfälle im Stadtteil berichtet, die zahlreiche Lerchenbergerinnen und Lerchenberger sehr beunruhigen. Da zogen nachts Personen durch das Einkaufszentrum und schlugen mit gusseisernen Regenablaufgittern große Schaufensterscheiben in drei Ladengeschäften ein. Laut Polizei kam es seit April zu einer Häufung von Straftaten, die bisher nicht aufgeklärt werden konnten. In verstärkten Polizeikontrollen konnte zwar die Szene verunsichert, die Täter aber nicht gestellt werden. Ich bin mit der Polizei der Überzeugung, dass eine zeitweise Videoüberwachung des Einkaufszentrums zur Täteraufklärung beitragen könnte.

Wenn unsere Polizei personell nicht in der Lage ist, durch ständige Streifengänge und persönliche Überwachungsmaßnahmen hier zum Ziel zu kommen, so müssen wir zu geeigneten technischen Möglichkeiten greifen. Ich beantragte daher zur Erhöhung der Sicherheit unserer Bevölkerung beim Vorsitzenden des Kommunalen Präventivrats, Oberbürgermeister, Jens Beutel, die schnellstmögliche Videoüberwachung des hiesigen Einkaufszentrums. Aus meiner langjährigen Tätigkeit als Ordnungsamtsleiter weiß ich natürlich, dass einem solchen Anliegen sofort zwei Einwände entgegenstehen:
1. 
der Datenschutz und 
2.  die Finanzlage der Stadt.
Für beide Argumente habe ich dem Oberbürgermeister entsprechende, entkräftende Gegenargumente mitgeliefert.

Die Polizei verlangt aber auch eine stärkere Mitwirkung der Bevölkerung. Sie beklagt, dass sie zu wenige Hinweise aus der Bevölkerung bekommt. Bei der vor Jahren bereits durchgeführten landesweiten Aktion „Wer nichts tut, macht mit!", warben Polizei und die kriminalpräventiven Gremien rheinland-pfälzischer Städte für mehr Zivilcourage. Statt in solchen und in anderen Gefahrensituationen wegzusehen, wird empfohlen, genau hinzusehen und sich wie folgt zu verhalten:

  • Täter beobachten und merken

  • Hilfe organisieren, Notruf 110 wählen

  • Helfen ohne sich selbst in Gefahr zubringen

  • Andere zur Mithilfe auffordern

  • notfalls um Opfer kümmern und

  • als Zeuge zur Verfügung stellen.

Die Rufnummer der Polizei Lerchenberg lautet: 65 4310.

Ihr Ortsvorsteher
Werner Busch

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